krank? – aber gerne doch!

Während ich das hier schreibe, liege ich bei 30 Grad und Sonnenschein am … nein, nicht am See oder Pool sondern – in meinem Bett. Krank. Mal wieder.
Meine kompletten Pläne musste ich absagen, inklusive eines Wochenendtrips an ein Haus am See in Brandenburg.
Schon die Woche über musste ich immer wieder Treffen mit Freunden verschieben, auf die ich mich gefreut hatte und konnte bei dem Wetter nicht wie gefühlt jeder andere abends bei einer Weinschorle in einer Bar sitzen, sondern lag im Bett.

So viel dazu.

Ich könnte mich jetzt in einem kollektiven „Mimimimi“ verlieren und weiter darüber schreiben, wie blöd das alles ist und dass ich grade auf so viel verzichten muss, worauf ich Lust hätte. Dass das Leben unfair ist und immer das eintrifft, was man grade NICHT will.

Aber was bringt mir das?
Dann bade ich ja erst recht nicht im See, sondern in meinem Selbstmitleid und ertrinke sogar eventuell darin.

Deswegen kann ich mich lieber zunächst mal fragen, wieso ich denn jetzt schon wieder krank bin. Habe ich zu wenig auf meinen Körper gehört? Gönne ich mir nicht genug Erholung und bin ständig unterwegs nur aus Angst was zu verpassen?
Ich kann mich entweder weiter in eine Negativspirale ziehen lassen oder ich entscheide mich ganz bewusst dazu positiv zu bleiben.
Klar ist es ärgerlich, alles absagen zu müssen, worauf man sich gefreut hat und nur daheim sein zu können. Aber jetzt kann ich dafür vielleicht lernen hinzuhören, was genau mein Körper braucht und es ihm dann wirklich geben.
Ich werde vielleicht sogar feststellen, dass meine Angst etwas zu verpassen gar nicht rational ist und mir deswegen das nächste Mal gleich Anfang an lieber Ruhe und Entspannung gönnen, als auf jeder Hochzeit zu tanzen (im übertragenen Sinn ;)).

Ich kann in jeder Situation und Lage versuchen zufrieden zu sein und mein Glück nicht von meinen Umständen abhängig zu machen.
Das ist dann gleich ein gutes Training für Zeiten, in denen weitere Rückschläge kommen werden. Ist man dann schon geschult im Umgang mit solchen Situationen, kann man viel entspannter und lockerer bleiben und dadurch am Ende seinen inneren Frieden bewahren. Also entscheide ich mich bewusst dafür, diese Lage jetzt als Challenge anzusehen versteckte Möglichkeiten darin zu finden.

Ich will später mal nicht dafür bekannt gewesen sein, immer entsprechend ihren Umständen mal gut und dann wieder schlecht gelaunt gewesen zu sein.
Ich will dafür bekannt gewesen sein, aus allem das Beste zu machen, immer noch ein gutes Wort in einer blöden Lage gehabt zu haben und Chancen zu sehen, die mir durch eine negative Einstellung verborgen geblieben wären.

Ich nipp jetzt weiter an meinem Kamillentee 😉

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